2. Begrüßung – Ihr Kunde ist da
Sein (Kunde) letzter Urlaub
Seinen nächsten Urlaub
Die Familie
Was unternimmt Ihr Kunde in seiner Freizeit?
Tagespolitik
Religion
Sexualität
Small Talks über Bereiche aus der Finanzwelt
Priming
Kennen Sie den Begriff PRIMING? Small-Talk ist der perfekte Priming-Anker!
„Wer den Gesprächseinstieg dem Zufall überlässt, überlässt auch die Entscheidung dem Zufall.“ – Thomas Jans (Finanzprodukte-Verkaufen)
Priming ist ein psychologischer Prozess, bei dem ein vorangegangener Reiz (Prime) meist unbewusst dazu führt, dass bestimmte Gedanken oder Verhaltensweisen schneller oder leichter auftreten.
Beispiele für Priming in der Werbung: Nachdem man eine Eiswerbung gesehen hat, greift man eher zu einem Eis (wird im Kino praktiziert – nach der Eiswerbung wird einem ein Eis angeboten).
Dass Priming wirkt, ist durch mehrere Studien belegt. Die vermutlich bekannteste Studie können Sie sich wie folgt vorstellen. Die teilnehmenden Studenten betreten nacheinander eine große Sporthalle. Am Ende der Sporthalle ist ein Tisch aufgebaut, auf dem ein PC steht. Hier nehmen die Teilnehmenden Platz und betrachten aufmerksam die ihnen hier angezeigten Bilder. Der ersten Versuchsgruppe werden „positive“ Bilder gezeigt: gesunde und schöne Zähne, Sonnenurlaub am karibischen Strand, lachende Menschen, … Der zweiten Versuchsgruppe werden „negative“ Bilder gezeigt: Verfaulte Zähen, abgeholzter Regenwald, trauernde Menschen, … Im Anschluss verlassen die Teilnehmenden der Studie immer den Tisch, laufen wieder aus der Sporthalle raus und müssen in einem Nebenraum Fragen zu den Bildern beantworten. Der eigentliche Beobachtungsschwerpunkt bleibt den Teilnehmenden dabei unbekannt. Denn die Studie ist darauf ausgelegt, lediglich die Zeit zu messen, welche die Probanden benötigen, um nach dem letzten Bild bis zur Ausgangstüre der Sporthalle zu gelangen. Testgruppe I mit den positiven Bildern ist dabei deutlich schneller als Testgruppe II mit den negativen Bildern. Die Studierenden aus Testgruppe II stehen stellenweise so schwerfällig auf, und drücken sich das Kreuz durch, dass sie wirken wie „Rentner mit Rückenschmerzen“.
Das beweist, wie stark wir durch das, was wir in der Umgebung aufnehmen, unbewusst beeinflusst werden. Bauen wir an der Stelle die Brücke zum Small-Talk:
„Small Talk ist kein Aufwärmen – Small Talk ist Vorsteuerung.„
Wenn Sie als Beratender im Small-Talk darüber sprechen, dass Sie heute mal ausnahmsweise anstelle des eigenen Autos mit den Öffentlichen gefahren sind und dadurch 30 Minuten Verspätung hatten, wird Ihr Kunde heute vermutlich nichts „Neues ausprobieren“.
Wenn Sie im Small-Talk hingegen darauf eingehen, …
… wie toll das vorangegangen Beratungsgespräch war, weil sich der Kunde dafür bedankt hat, das Sie damals ein sauberes Absicherungspaket geschnürt haben und er neulich einen Schadenfall hatte …
… Sie gerade erfahren haben, dass die neuen Ansätze in der Portfoliooptimierung dazu geführt haben, dass die letzten 3 Monate über 10% Rendite abgeworfen haben …
… Sie aktuell morgen immer mit einem Algen-Shake starten und mittlerweile merken, wie Ihr Körper positiv darauf reagiert und Sie deutlich mehr Energie haben ….
…, dann ist bereits an der Stelle die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass Ihr Kunde sich heute auch auf etwas „Neues“ einlässt.
Die Visitenkarte
Überreichen Sie zu Beginn des Erstgespräches Ihrem Kunden persönlich Ihre Visitenkarte. Dies führt zu folgenden vier positiven Effekten:
Ihr Kunde hat etwas von Ihnen „geschenkt“ bekommen. Dies sorgt, wenn auch im Unterbewussten, für eine positive Grundstimmung („ich werde beschenkt„).
Der Kunde hält Ihren Namen in der Hand. Es gibt Menschen, die gerne etwas in der Hand halten, um sich damit besser konzentrieren zu können.
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